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11.12.2009
Initiative "actionsanté": Erste Resultate
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Zu wenig Bewegung, zu zuckrige, zu salzige und zu fettige Ernährung: Dagegen will das Bundesamt für Gesundheit (BAG) angehen. Im Rahmen des nationalen Programms Ernährung und Bewegung
(NPEB 2008–2012) hat das BAG daher letzten Mai die Initiative «actionsanté» lanciert. Diese hat zum Ziel, Unternehmen aus dem Ernährungs- und Bewegungsbereich dazu zu motivieren, sich vermehrt für die Gesundheit der Bevölkerung einzusetzen.
Das versprechen Coop und Migros. Im November hat das BAG nun an der ersten Jahreskonferenz
der Initiative erste Ergebnisse präsentiert: So etwa das konkrete Engagement von Migros und Coop.
Die beiden Grossverteiler hatten – neben Nestlé – bereits im Mai eine Teilnahme an «actionsanté» zugesagt. Nun haben sie dargestellt, wie sie sich im Sinne der Initiative einsetzen wollen: So verpflichtet sich Coop zur Salzreduktion bei Frischbroten und Kartoffelbeilagen, zur Optimierung
der Fettqualität bei Fertiggerichten, Fertigsalaten und Salatsaucen und zur Zuckerreduktion bei Früchtequark. Die Migros will bis Ende Jahr den Salzgehalt in diversen Brotsorten senken.
Wie viele Projekte gibt es noch? Doch hatte das BAG im Mai auch angekündigt, rund 300 weitere Firmen zur Teilnahme an der Aktion einladen zu wollen. Wie viele haben der Initiative also noch
zugesagt? «Bislang wurden etwa 40 weitere Vorschläge eingereicht», sagt Mona Neidhart, Mediensprecherin des BAG, «etwa die Hälfte davon wird gegenwärtig geprüft.» Da «die Unternehmen
sich in ihrem ursprünglichen Tätigkeitsbereich mit Versprechen für die Gesundheit der Bevölkerung einsetzen sollen», habe das BAG aber auch schon Aktionen ablehnen müssen. Auf die Frage,
ob diese Resonanz den Erwartungen des BAG entspricht, antwortet Neidhart: «Wir haben erwartet, dass die Unternehmen, die bei der Lancierung die Charta unterschrieben haben, bis zur ersten Konferenz Aktionen einreichen. Migros und Coop haben dies getan und sind bereits daran, ihre Versprechen umzusetzen.» Im Anschluss an die erste Jahreskonferenz rechnet das BAG jedoch nun
«mit einer neuen Welle von Handlungsversprechen».
Und über welche Mittel verfügt die Initiative? Zurzeit hat das BAG für den Betrieb von «actionsanté» ein Budget von 110000 Franken pro Jahr eingestellt; dies bei 220 Stellenprozenten für die Leitung
des Büros der Initiative. «Je nach Arbeitsanfall», so Neidhart, «werden die Aufgaben innerhalb der Sektion Ernährung und Bewegung kurzfristig neu priorisiert, damit der personelle Ressourcenbedarf
für ‹actionsanté› vorübergehend gedeckt werden kann.» Sollten die .nanziellen Mittel sich als zu gering herausstellen, «müssten wir ab nächstem Jahr BAG-Gelder aus dem NPEB 2008–2012 umverteilen.»
Das bietet das BAG. Unternehmen, die an «actionsanté» teilnehmen wollen, reichen ihre Projektvorschläge sowie ein Handlungsversprechen beim BAG ein. Die Vorschläge werden dann vom BAG und von einer Expertengruppe geprüft. Ist das Projekt für die Initiative geeignet, sieht
die Unterstützung des BAG in erster Linie so aus, dass die teilnehmenden Firmen das Logo «actionsanté» verwenden können. Die Teilnahme an der Aktion, so heisst es in der Broschüre der Initiative weiter, soll zudem den Teilnehmenden generell einen «Imagegewinn» bieten, da diese sich so als FirmaoderInstitution positionieren könnten, «die auf die Veränderungen in der Umgebung des
Menschen und die grossen, aktuellen Herausforderungen im Gesundheitsbereich reagieren».


